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Zimtschnecken aka Cinnamon Rolls


Beim Anblick von Zimtschnecken werden bei mir Kindheitserinnerungen wach: wenn meine Mutter sie gemacht hat, musste sie immer zwei Varianten backen, weil ein Teil der Familie Rosinen auf den Tod nicht ausstehen konnte. Wenn ihr euch das Rezept unten anschaut, wisst ihr, zu welchem Teil ich gehört habe :-)

Ich verspreche euch, dass ein herrlicher Zimtduft eure Wohnung durchströmen wird, wenn ihr dieses Rezept zu Hause ausprobiert. Das Beste dabei ist das Format: Da meine Zimtschnecken nicht so groß sind, eignen sie sich wunderbar, um sie in Muffinförmchen aus Papier zu servieren: der Hit auf jeder Party oder im Kollegenkreis!

Zimtschnecken aus Hefeteig sind in vielen Ländern der Erde beliebt, aber erfunden wurden sie mit großer Wahrscheinlichkeit in Schweden. Hier nennt man das Zimtgebäck Kanelbulle und ist so stolz darauf, dass man ihm sogar einen eigenen Feiertag gewidmet hat: Am 4. Oktober wird hier jedes Jahr der „Kanelbullens Dag“ gefeiert.

Neben Schweden hat sich aber noch ein weiteres Land in die süßen Schnecken verliebt: in den USA werden sie „Cinnamon Rolls“ oder auch „Cinnamon Buns“ genannt. Die amerikanischen Rezepte tun sich besonders durch das großzügige Frosting hervor, das die Kalorienzahl der kleinen Kuchen allerdings ganz schön in die Höhe schnellen lässt. Die schwedische A Capella Band The Real Group hat hierzu den passenden Song geschrieben: „A minute on your lips, a lifetime on your hips...“

Wie forme ich die Zimtschnecken?

Der Teig wird zunächst ausgerollt und dann mit einer Mischung aus Butter und braunem Zucker bestrichen. Danach wird er zusammengerollt und in kleine Stücke aufgeteilt.

Die genaue Beschreibung findest du weiter unten im Rezept.

Die einzelnen Schritte im Überblick

Zimtschnecken aka Cinnamon Rolls

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Zutaten

40 Stück
  • Hefeteig:
    • 500 g Mehl
    • 240 g Milch
    • 30 g Hefe
    • 2 Eigelbe (Raumtemperatur)
    • 70 g Zucker
    • 60 g Butter (Raumtemperatur)
    • 2 TL Abrieb einer unbehandelten Zitrone
    • 1 Prise Salz
    • 1 TL Vanillearoma (oder Vanillezucker)
  • Füllung:
    • 200 g brauner Zucker
    • 150 g Butter (kalt)
    • 2‐3 TL Zimt
  • Glasur:
    • 60 g Puderzucker
    • 30 g Wasser
    • 3 EL Hagelzucker (optional)

Zubereitung

  • Eine rechteckige Form (40cm x 26cm) mit Backpapier auslegen. Das kann eine Auflaufform aus Keramik oder eine klassische Backform sein. Alternativ kann man den Teig auch in einer runden Form backen.
  • Hefeteig:
    • Die Eier trennen und die Zitronenschale abreiben.
    • Die Milch in einem Topf lauwarm erwärmen (optimal ist 38 °C, ab 45 Grad beginnt die Hefe abzusterben). Den Topf vom Herd nehmen, die Hefe in die Milch bröckeln und unter Rühren auflösen.
    • Eigelb, Zucker, Salz, Zitronenabrieb und das Vanillearoma dazugeben und grob untermischen. Die weiche Butter in kleinen Würfeln dazugeben.
    • Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und in die Mitte eine Mulde drücken (man kann den Teig natürlich auch mit der Hand oder einem Rührgerät kneten). Die Milch in die Mulde gießen und mit etwas Mehl vom Rand bedecken.
    • Mit dem Knethaken bei mittlerer Geschwindigkeit in 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig ist fertig, wenn er eine glatte Konsistenz hat und nicht mehr klebt.
    • Den Teig zu einer Kugel formen und in eine Schüssel geben und mit einem Tuch bedecken. Bei Raumtemperatur 1 Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
  • Füllung:
    • Während der Hefeteig geht, kann schon die Füllung vorbereitet werden.
    • Hierzu einfach alle Zutaten mit einer Küchenmaschine (normaler Rühraufsatz) verrühren.
  • Ausrollen:
    • Den Hefeteig in vier Stücke aufteilen und die Viertel nacheinander mit einem Nudelholz ausrollen. Hierzu die Arbeitsfläche bemehlen oder eine Backmatte aus Silikon verwenden.
    • Jedes Rechteck sollte ca. 35 cm breit und 25 cm tief sein. 1/4 der Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Nun den Teig von vorne nach hinten aufrollen, so dass eine Rolle entsteht.
    • Wer exakt gleich große Stücke haben möchte, legt nun ein Lineal an und schneidet den Teig alle 3 cm durch. Man kann den Teig aber auch nach Gefühl zerteilen, so dass pro Viertel ca. 10 Stück entstehen.
    • Die Zimtschnecken mit der flachen Seite nach unten in die Backform legen. Dabei ca. 1 cm Platz zwischen den Schnecken lassen, da der Teig noch aufgeht.
    • Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    • Die Zimtschnecken sollten jetzt noch mal 20 Minuten gehen, damit sie schön aufgehen. Wer es eilig hat, kann diesen Schritt auch überspringen und sie in den kalten Backofen stellen. Während des Aufheizvorgangs haben sie so noch etwas Zeit zum Aufgehen.
    • Die Zimtschnecken 25 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, solltet ihr sie mit Alufolie abdecken.
  • Glasur:
    • Während dem Backen könnt ihr die Glasur zubereiten. Hierfür den Puderzucker und das Wasser mit einem Schneebesen verrühren.
    • Die Glasur mit einem Pinsel auf die noch warmen Zimtschnecken auftragen. Wer möchte, kann nun noch etwas Hagelzucker darüber streuen.
  • Die Zimtschnecken abkühlen lassen. Wenn ihr sie zu einer Party mitnehmen möchtet, könnt ihr sie entweder in der Auflaufform servieren oder einzeln in Muffinförmchen setzen. So lassen sie sich problemlos in einer Tupperdose stapeln!
  • Sie schmecken am Besten am gleichen Tag, da sie über Nacht etwas austrocknen. Aber meistens bleibt sowieso nichts übrig :-)
#Hefeteig #Party

Variationen

  • Apfelstücke oder Rosinen zur Füllung geben
  • im Winter kann man statt Zimt auch Lebkuchengewürz verwenden
  • eine besondere Finesse verleiht auch Kardamom
  • in Amerika werden Cinnamon Rolls gerne mit einem Frischkäsefrosting serviert

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  • Julia
    Du kannst anscheinend Gedanken lesen, denn am Wochenende dachte ich „wie lecker wären jetzt zimtschnecken“ und dass ich unbedingt nach einem Rezept Ausschau halten muss. Toll! Ich werde es umgehend ausprobieren und freue mich schon darauf.
    Super, das freut mich 😄 Dann wünsche ich viel Erfolg beim Backen!