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One Pot Pasta mit leckerer Tomatensauce


Es ist schon ein paar Jahre her, als die amerikanische TV-Köchin Martha Stewart mit ihrer Eigenkreation namens „One Pot Pasta“ einen riesen Trend ausgelöst hat. Dabei ist die Idee so einfach: man schichtet alle Zutaten in einen Topf, füllt diesen mit Wasser auf und bekommt am Schluss eine perfekt gegarte Pasta mit einer wunderbar sämigen Sauce.

So sieht es aus, wenn Frau Stewart das Gericht kocht:

Ist es wirklich so simpel?

Ich muss zugeben ich war skeptisch, als ich das Rezept zum ersten Mal ausprobiert habe: konnte es wirklich so einfach sein, ein Pastagericht zu zaubern, das am Ende auch noch geschmacklich überzeugt? Ich muss sagen, dass mich das Originalrezept in dieser Hinsicht ziemlich enttäuscht hat. Die Sauce wird zwar tatsächlich schön sämig bei diese Kochmethode, aber es entwickelt sich kaum ein nennenswerter Eigengeschmack. Dies hat womöglich auch dazu beigetragen, dass Italiener dem Gericht wenig abgewinnen können. Das lassen jedenfalls die Kommentare unter diesem YouTube-Video vermuten. Hier liest man so Sätze wie „wrong title, it should be named how to trigger Italians in under 6 minutes“ oder „Every view this video gets a nonna dies“.

Allen Kritikern zum Trotz war nach dem ersten gescheiterten Versuch mein kulinarischer Ehrgeiz geweckt! Ich wollte sowohl diese wunderbar sämige Konsistenz der Sauce erreichen als auch das Geschmackserlebnis intensivieren. Als erste Änderung an dem Rezept habe ich die Zwiebeln in Olivenöl angebraten und sie mit Weißwein abgelöscht. Das war ein kleiner aber wichtiger Schritt, um dem Geschmack auf die Sprünge zu helfen. Als nächstes habe ich zuerst mit angebratenem Speck und dann mit Hackfleisch experimentiert, da Fleisch ja bekanntlich ein guter Geschmacksgeber ist. Auch diese Veränderung hat sich ausgezahlt, wobei ich Fleisch bei diesem Gericht trotzdem nicht als notwendig erachte.

Der Durchbruch kam erst, als ich die Sauce zusätzlich mit Tomatenmark angereichert und einen Teil des Wassers durch Dosentomaten ersetzt habe. Das war endlich der Geschmack, den ich mir vorgestellt habe. Die Nudeln saugen sich so richtig schön mit der Tomatensauce voll und geben ihrerseits Stärke an die Kochflüssigkeit ab. Das Ergebnis ist ein geschmackvolles Gericht, das schnell zubereitet ist und für das man eigentlich immer alle Zutaten im Haus hat. Das würde sicherlich auch der italienischen Nonna gefallen 😎

Worauf kommt es an?

  • wichtig ist die richtige Menge an Flüssigkeit: nehmt lieber am Anfang etwas weniger, man kann immer noch etwas nachschütten
  • man braucht mehr Flüssigkeit als bei einer getrennten Zubereitung der Sauce, da die Nudeln viel Flüssigkeit aufsaugen, die sie normalerweise aus dem Kochwasser bekommen würden
  • da die Nudeln nicht in Salzwasser gegart werden, benötigt das Gericht mehr Salz als eine klassische Nudelsauce

Die einzelnen Schritte im Überblick

One Pot Pasta mit leckerer Tomatensauce

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Zutaten

4 Portionen
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen (optional), gewürfelt
  • 20 Kirschtomaten (ca. 150 g), halbiert
  • 10 Champignons, geviertelt
  • 1 Paprika, gewürfelt
  • ½ Zucchini (optional), fein gewürfelt
  • 400 g Spaghetti (oder eine andere Pastasorte)
  • 2 Dosen stückige Tomaten
  • 2 EL Olivenöl (zum Anbraten)
  • 50 ml Weißwein (optional)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 800 ml Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 3 TL Salz
  • 2 TL Gemüsebrühenpulver
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1‐2 EL milder Essig (z. B. weißer Balsamico)
  • 1 Prise Pfeffer
  • 2 TL Oregano (optional)
  • 80 g Parmesan, gerieben
  • Zum Anrichten:
    • einige Basilikumblätter, gezupft

Zubereitung

  • Die Zwiebeln, den Knoblauch und das Gemüse wie in den Zutaten angegeben kleinschneiden. Den Parmesan reiben.
  • Einen breiten Topf (ein Wok eignet sich auch sehr gut) heiß werden lassen, dann das Olivenöl hinzufügen und die Zwiebeln anbraten.
  • Nach einer Weile den Knoblauch hinzugeben und kurz mitdünsten, währenddessen als Vorbereitung das Wasser in einem Wasserkocher zum Kochen bringen.
  • Die Zwiebeln und den Knoblauch mit Weißwein ablöschen, danach das Tomatenmark hinzufügen und gut umrühren.
  • Nun das gesamte Gemüse sowie die ungekochten Nudeln in den Topf geben und mit den stückigen Tomaten und dem heißen Wasser auffüllen.
  • Einen Timer auf 15 Minuten stellen. Mit 1 EL Zucker, 3 TL Salz und dem Gemüsebrühenpulver würzen. Außerdem 1 EL Paprikapulver hinzufügen.
  • Zwischendurch immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt und die Spaghetti nicht aneinanderkleben.
  • Die genaue Kochzeit hängt von den Spaghetti ab, daher nach 15 Minuten immer mal wieder probieren, ob sie den gewünschten Gargrad erreicht haben.
  • Am Ende der Kochzeit mit Pfeffer und mildem Essig abschmecken (optional). Nach Belieben noch getrockneten Oregano dazugeben.
  • Den geriebenen Parmesan wahlweise in die Sauce einrühren oder über die angerichteten Teller geben. Die Basilikumblätter zupfen und auf den Tellern verteilen.
  • Lasst es euch schmecken :-)
#Feierabendgericht #Resteverwertung #Vegetarisch #Vegan

Variationen

  • für eine fleischhaltige Variante wahlweise 400 g Hackfleisch oder 150 g Speck kurz nach den Zwiebeln anbraten
  • getrocknete Tomaten
  • Frühlingszwiebeln
  • Chilischote
  • Pinienkerne (trocken anrösten, dann aus dem Topf nehmen und beim Servieren auf die Teller streuen)

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  • Ernst
    Klingt lecker, werde es demnächst mal ausprobieren. Noch eine Überlegung, wenn mit Wein gelöscht wird brauchst du dann den Essig noch? Und den Parmesan wirklich unterrühren und nicht oben darauf rebeln?
    Vielen Dank für deinen Kommentar und das Feedback! Deine Anmerkung mit dem Essig kann ich komplett nachvollziehen. Ich glaube am Ende kommt es darauf an, wieviel Wein man verwendet. Im Rezept habe ich "50 ml" geschrieben, was für klassische Saucen eher wenig ist. Daher habe ich den Punkt mit dem mildem Essig dringelassen, auch für den Fall dass jemand keinen Wein verwenden möchte. Bezüglich dem Parmesan gebe ich dir auch Recht: meine persönliche Präferenz ist es, ihn in die Sauce einzurühren, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele ihn lieber direkt auf den Nudeln servieren. Ich habe das Rezept daher dahingehend angepasst.